Mehr Wissen für
mehr Wohlbefinden

Haben Sie heute schon überprüft, ob Ihre Haustür abgeschlossen ist? Wissen Sie, ob Ihr Gashahn in diesem Moment auch tatsächlich abgestellt ist? Haben Sie sich vorhin durch den Händedruck mit der nur flüchtig bekannten Kollegin mit gefährlichen Viren verunreinigt?

Wenn Sie sich diese Fragen mehrmals am Tag stellen, wenn Sie immer wieder Handlungen vollführen müssen, um sich der sicheren Be­urteilung dieser Fragen zu vergewissern, dann könnten Sie zu den drei Millionen Menschen in Deutschland gehören, die unter einer Zwangsstörung leiden.

Menschen mit einer Zwangsstörung haben es nicht einfach: Das Ausüben von Zwangshandlungen wird vom Betroffenen selbst als unangenehm und unsinnig empfunden. Teilweise bestehen große Einschränkungen im Alltag, beispielsweise wenn man sich zum buchstäblich achtzigsten Mal die Hände waschen muss, um sich vor ­potentieller Verunreinigung mit Mikroben zu schützen.

Dabei wartet Hilfe bereits um die Ecke: Neben den ca. 17.000 Psychotherapie-Praxen und ca. 2.600 psychiatrischen Kliniken deutschland­weit gibt es eine Vielzahl an modernen, nebenwirkungsarmen Medikamenten und eine mannigfaltige Auswahl an psychotherapeutischen Verfahren, die sich gegen Zwangserkrankungen als wirksam herausgestellt haben. Woher kommt es also, dass Betroffene heutzutage immer noch nicht ausreichend Hilfe finden? Tragischerweise liegt die Antwort in unserem Miteinander: Zwar sind die gesellschaftlichen Hürden in den letzten 20 Jahren deutlich niedriger geworden, für die eigene Seele Hilfe in Anspruch zu nehmen, dennoch werden Menschen mit einer psychischen Erkrankung immer noch stigmatisiert. Dies führt leider noch immer dazu, dass es besonders viel Mut und Überwindung der eigenen Scham und vor allem Überwindung der Vorurteile seiner Mitmenschen kostet, wenn man sich in Therapie begeben möchte.

Umso wichtiger ist es, ein Umfeld zu haben, in dem man auf Verständnis und Akzeptanz stößt, in dem man nicht nur mit der Krankheit und ihrer Störung identifiziert wird, sondern als Mensch angesehen wird. Seit über 17 Jahren machen wir im Sigma-Zentrum in Bad ­Säckingen, immer wieder die Erfahrung, dass es bei Zwangsstörungen gut wirksame Heil­methoden gibt, insbesondere durch die Verknüpfung von multimodal orientierter, integrativer Psychotherapie mit indivi­dueller medikamentö­ser Unterstützung. Es gibt also berechtigten Raum für Zuversicht, wenn man sich als Betroffener einer Zwangs­störung ein Stück Freiheit im Lebensalltag zurückerobern möchte und sich dabei einer ­professionell aufgestellten Hilfestellung bedient.

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SIGMA-Zentrum Bad Säckingen | Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin

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