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Früher oder später kommen auf jede Frau die Wechseljahre mit vielfältigen Veränderungen im Körper, der Seele und in Lebensumständen zu.

Bereits ab 40 durchläuft der weibliche Körper einen langwierigen Veränderungsprozess. Knapp 70 Prozent der Frauen um 50 Jahre neigen dann zu Nervosität und Reizbarkeit, klagen über Hitzewallungen oder Herzbeschwerden sowie Unlust und depressive Verstimmungen. Belastend sind auch sichtbare Veränderungen wie eine Gewichtszunahme. Das sind Folgen einer hormonellen Umstellung, die den weiblichen Zyklus einstellt. Aber auch biochemische Veränderungen und Änderungen im Hirnstoffwechsel sowie psychosoziale Faktoren beeinflussen das seelische Gleichgewicht. So unterliegen dann viele Frauen Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Andere weinen schnell oder werden vermeintlich grundlos von Angstgefühlen geplagt.

Äußere Lebensumstände haben daran Anteil, denn private und berufliche Umbrüche vollziehen sich oft gerade während der Wechseljahre und führen zu großen Belastungen. Während manche Frauen den Auszug der Kinder als Erleichterung empfinden, erleben andere dabei Verlustängste und müssen sich mit der neuen Rollenverteilung, z. B. für Enkelbetreuung, auseinandersetzen. Gleichzeitig stemmen sie oft noch die Pflege für ihre eigenen Eltern. Vielfach treten dann auch noch Probleme in der Partnerschaft auf.

So ist diese Lebensphase geprägt durch eine Suche nach neuer Orientierung und neuen Zielen. Der Eintritt in die zweite Lebenshälfte verändert die Eigenwahrnehmung. Selbstbild, Partnerschaft, Sexualität und Lebensgewohnheiten werden beeinflusst. Die Rolle als Frau und Partnerin sowie in der Familie und im Sozialumfeld muss neu definiert werden.

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Prof. Dr. med. Christoph Bielitz | Ärztlicher Direktor Sigma-Zentrum

Jede Frau erlebt das unterschiedlich, aber manchmal sind die Beschwerden ohne Therapie nicht zu lindern. Wichtig sind verständnisvolle Gesprächspartner, die sich Zeit für sie nehmen. In jedem Fall ist eine multimodale ärztliche Abklärung sinnvoll, um somatische Ursachen auszuschließen. Ärztliche und psychologische Psychotherapeuten können dann behandlungsbedürftige Depressionen abgrenzen. Insgesamt ist hier die interdisziplinäre Kooperation von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen wichtig, um betroffenen Frauen eine ganzheitliche und individuelle Diagnostik und Behandlung zu bieten. Die professionelle Frühintervention hilft dabei zum beruhigenden Check, ob überhaupt eine Behandlungsbedürftigkeit vorliegt, und um eindeutige Symptome richtig zu diagnostizieren und effektiv zu behandeln.

SIGMA-Zentrum Bad Säckingen | Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin

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Bildnachweis: Ridofranz – iStock/Thinkstock

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